Projektmanagement

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Fachartikel

Projektplan zur Umsetzung des BFSG

Um die Anforderungen des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes (BFSG) für einen Online-Shop zu erfüllen, ist es wichtig, strukturiert vorzugehen. Hier ist ein Projektplan mit den notwendigen Schritten zur Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen, der auch Zeitfristen und Verantwortlichkeiten berücksichtigt.

KR

Kai Radanitsch – Informatiker & Managementberater

Mitglied der German UPA – Usability Professionals

BFSG Audit
Fachartikel

Um die Anforderungen des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes (BFSG) für einen Online-Shop zu erfüllen, ist es wichtig, strukturiert vorzugehen. Hier ist ein Projektplan mit den notwendigen Schritten zur Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen, der auch Zeitfristen und Verantwortlichkeiten berücksichtigt.

Projektplan zur Umsetzung des BFSG

Phase 1: Projektvorbereitung und -planung (Monat 1-2)

1. Projektteam zusammenstellen

  • Ziel: Zusammenstellen eines Teams, das aus IT-Experten, UX/UI-Designern, Rechtsberatern und möglicherweise externen Beratern für Barrierefreiheit besteht.
  • Verantwortlich: Projektmanager
  • Zeitrahmen: 2 Wochen

2. Bestandsaufnahme und Analyse

  • Ziel: Durchführung eines Audits des aktuellen Online-Shops in Bezug auf Barrierefreiheit. Dabei werden bestehende Barrieren identifiziert. Audit hier anfragen
  • Verantwortlich: UX/UI-Designer, IT-Abteilung, externer Berater
  • Zeitrahmen: 4 Wochen

3. Anforderungsdefinition und Zielsetzung

  • Ziel: Festlegen der spezifischen Barrierefreiheitsanforderungen, die gemäß BFSG erfüllt werden müssen, und Definition der Ziele.
  • Verantwortlich: Projektteam
  • Zeitrahmen: 2 Wochen

Phase 2: Konzeption und Design (Monat 3-4)

4. Entwicklung eines Maßnahmenplans

  • Ziel: Erstellung eines detaillierten Plans mit den zu ergreifenden Maßnahmen, um die identifizierten Barrieren zu beseitigen. Priorisierung nach Dringlichkeit und Aufwand.
  • Verantwortlich: Projektmanager, UX/UI-Designer, IT-Abteilung
  • Zeitrahmen: 2 Wochen

5. Erstellung von Design-Richtlinien für Barrierefreiheit

  • Ziel: Design-Richtlinien entwickeln, die die barrierefreie Gestaltung von UI-Elementen (z.B. Farben, Kontraste, Schriftgrößen) berücksichtigen.
  • Verantwortlich: UX/UI-Designer
  • Zeitrahmen: 3 Wochen

6. Technische Planung und Architektur

  • Ziel: Planung der technischen Implementierung unter Berücksichtigung der Barrierefreiheitsanforderungen, wie z.B. Kompatibilität mit Screenreadern, Navigation per Tastatur, alternative Textbeschreibungen.
  • Verantwortlich: IT-Abteilung
  • Zeitrahmen: 3 Wochen

Phase 3: Umsetzung und Test (Monat 5-8)

7. Implementierung der Maßnahmen

  • Ziel: Schrittweise Umsetzung der definierten Maßnahmen zur Barrierefreiheit im Online-Shop.
  • Verantwortlich: IT-Abteilung, UX/UI-Designer
  • Zeitrahmen: 12 Wochen

8. Testing und Validierung

  • Ziel: Durchführung umfassender Tests, um sicherzustellen, dass alle Barrierefreiheitsanforderungen erfüllt sind. Einbeziehung von Nutzern mit Behinderungen für User-Tests.
  • Verantwortlich: IT-Abteilung, externer Berater, Testnutzer
  • Zeitrahmen: 4 Wochen

9. Dokumentation und Schulung

  • Ziel: Dokumentation aller Änderungen und Schulung des internen Teams, um den barrierefreien Betrieb und die Wartung des Shops zu gewährleisten.
  • Verantwortlich: IT-Abteilung, Projektmanager
  • Zeitrahmen: 2 Wochen

Phase 4: Go-Live und Nachbereitung (Monat 9-10)

10. Go-Live

  • Ziel: Freigabe der überarbeiteten, barrierefreien Version des Online-Shops.
  • Verantwortlich: IT-Abteilung, Projektmanager
  • Zeitrahmen: 1 Woche

11. Feedback sammeln und Optimierungen vornehmen

  • Ziel: Sammeln von Feedback von Nutzern und Durchführung von Anpassungen, falls noch Barrieren bestehen.
  • Verantwortlich: UX/UI-Designer, IT-Abteilung
  • Zeitrahmen: 4 Wochen

12. Abschluss und Übergabe

  • Ziel: Offizielle Projektabschlussbesprechung und Übergabe der Projektverantwortung an das Betriebsteam.
  • Verantwortlich: Projektmanager
  • Zeitrahmen: 1 Woche

Langfristige Maßnahmen und Monitoring (ab Monat 11)

13. Kontinuierliches Monitoring

  • Ziel: Regelmäßige Überprüfung des Online-Shops auf Barrierefreiheit und Anpassungen an neue gesetzliche Anforderungen oder technische Standards.
  • Verantwortlich: IT-Abteilung, UX/UI-Designer
  • Zeitrahmen: Kontinuierlich

14. Wartung und Updates

  • Ziel: Durchführung von regelmäßigen Wartungen und Updates, um die Barrierefreiheit langfristig zu gewährleisten.
  • Verantwortlich: IT-Abteilung
  • Zeitrahmen: Kontinuierlich

Zeitplanübersicht

  • Monat 1-2: Vorbereitung und Planung
  • Monat 3-4: Konzeption und Design
  • Monat 5-8: Umsetzung und Test
  • Monat 9-10: Go-Live und Nachbereitung
  • Ab Monat 11: Langfristiges Monitoring und Wartung

Empfohlene Tools und Ressourcen

  • W3C Accessibility Guidelines (WCAG): Nutzung dieser Richtlinien als Basis für die technischen Anforderungen.
  • Screenreader und Test-Tools: Tools wie JAWS oder NVDA zur Überprüfung der Barrierefreiheit.
  • Externe Beratung: Es könnte sinnvoll sein, Experten für digitale Barrierefreiheit hinzuzuziehen.

Starten Sie jetzt mit dem Audit und lassen Sie den Aufwand abschätzen

Durch die strukturierte Umsetzung dieses Plans stellen Sie sicher, dass Ihr Online-Shop den Anforderungen des BFSG entspricht und für alle Nutzer zugänglich ist. So wird nicht nur die gesetzliche Compliance sichergestellt, sondern auch die Kundenzufriedenheit gesteigert.

Cover BFSG Audit für Online Shops.

Schnell starten kann man mit einem BFSG-Audit. So ist schnell klar, welcher Aufwand bevorsteht, welche Ressourcen benötigt werden und wie lange die Umsetzung des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes für den eigenen Online-Shop dauern wird.

Autor & fachliche Einordnung

Unser Geschäftsführer Kai Radanitsch – Informatiker.

Kai Radanitsch verbindet Conversion-Rate-Optimierung, User Experience und KI zu belastbaren Entscheidungs- und Arbeitsmodellen für Digital Manager. Seine technische Perspektive hilft, Trends von tragfähigen Prozessen zu unterscheiden und Maßnahmen nach wirtschaftlicher Wirkung zu priorisieren.

Mitglied der German UPA – Usability Professionals

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